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Hochzeitsablauf

Paarshooting vor oder nach der Trauung?

15. August 2026 · 6 Min Lesezeit · von Martin Pixner
Brautpaar in ruhigem Moment vor der Hochzeitstrauung

Eine der häufigsten Fragen, die mir Brautpaare stellen: „Wann machen wir das Paarshooting — vor oder nach der Trauung?" Aus der Praxis kann ich sagen: in den meisten Fällen ist **davor** die bessere Wahl. Hier sind die Gründe und Tipps für die perfekte Planung.

Was bei vielen Hochzeiten schiefläuft

Klassischer Ablauf: kirchliche Trauung um 14 Uhr, danach Apéro, dann das Brautpaar-Shooting irgendwann zwischen 16 und 18 Uhr. Klingt logisch — funktioniert in der Realität aber oft nicht so glatt.

Was passiert nach der Trauung wirklich? Eure Freunde haben sich was ausgedacht. Vor der Kirche werden Absperrungen aufgebaut, Spiele gespielt, Aufgaben gestellt. Onkel und Tanten wollen euch gratulieren, der Fotograf will Gruppenbilder machen, und plötzlich seid ihr eine Stunde später als geplant. Das Shooting wird hektisch, das Licht ist mittlerweile knapp, ihr seid müde — und die ruhigen, romantischen Bilder, die ihr euch erträumt habt, leiden darunter.

„Wir hatten 30 Minuten für das Paarshooting nach der Trauung eingeplant. Tatsächlich blieben uns 10 Minuten — der Rest ging mit Spielen und Gratulationen drauf. Im Nachhinein würden wir es anders machen."

Warum „vor der Trauung" oft besser funktioniert

1. Besseres Licht

Vormittags oder am frühen Nachmittag ist das Licht weicher und schmeichelhafter. Spätnachmittags wird die Sonne hart, und im Sommer ab 16 Uhr brennt sie regelrecht. Wer ein verträumtes, ruhiges Look-and-Feel will, profitiert davon, die goldenen Stunden des Vormittags oder die ruhige Vormittagsstimmung zu nutzen.

2. Mehr Ruhe — nur ihr beide

Vor der Trauung ist es noch ruhig. Die Gäste sind noch unterwegs, niemand wartet auf euch, niemand spielt Streiche. Ihr habt 1–2 Stunden für euch beide. Genau diese Ruhe spürt man auf den Bildern — der Blick ist gelöst, die Stimmung intim.

3. Keine bösen Überraschungen

Hochzeitsspiele und „Räuberhochzeiten" sind charmante Bündner-Traditionen — aber sie fressen Zeit. Vor der Trauung passiert das nicht. Ihr habt eure Pläne, eure Zeit, euer Tempo.

4. Entspannter Einstieg in den Tag

Statt nach der emotional aufgeladenen Trauung direkt wieder ins „Pose-Modus" zu wechseln, beginnt der Tag mit einem ruhigen Moment zu zweit. Viele Paare sagen mir: „Das Shooting davor war der schönste Moment unserer Hochzeit — niemand hat uns gestört."

Aber — was ist mit dem First Look?

Vielleicht denkt ihr jetzt: „Ja, aber wir wollen, dass mein Partner mich erst in der Kirche im Brautkleid sieht." Das ist eine schöne Tradition, und natürlich verständlich.

Lösungsmöglichkeiten:

Praktische Tipps für die Planung

Nimmt euch Zeit — 1 bis 2 Stunden

Ein gutes Paarshooting braucht Zeit. Wer 20 Minuten einplant, bekommt 20 Minuten gehetzte Bilder. Wer 90 Minuten einplant, bekommt eine Erinnerung fürs Leben. Ich empfehle:

Nehmt eine helfende Person mit

Die Trauzeugin, eine gute Freundin oder die Schwester — jemand der euch beim Shooting begleitet, ist Gold wert:

Eine Person genügt. Aber wer alleine zum Shooting kommt, verbraucht doppelt so viel Zeit für Kleinigkeiten.

Wählt eine Location, die euch beide bedeutet

Hier kommt oft der wichtigste Tipp: die Location sollte eine Geschichte mit euch haben. Bilder von einem zufälligen schönen Hintergrund sind hübsch. Bilder von einem Ort, an dem ihr euch verlobt habt, von wo aus ihr das erste gemeinsame Bergpanorama angeschaut habt, oder wo euer erstes Date stattfand — diese Bilder sind unbezahlbar. Sie erzählen eure Geschichte.

Achtet auf gute Erreichbarkeit

Das wichtigste praktische Kriterium: die Location muss leicht und schnell zu erreichen sein. Wer 45 Minuten pro Strecke unterwegs ist, verliert eine wertvolle Stunde — und das hochzeitliche Outfit verträgt keine ewig langen Autofahrten.

Ideal: Eine Location, die maximal 15 Minuten von eurer Hochzeitslocation und der Kirche entfernt ist. So habt ihr Pufferzeit und seid stressfrei.

Wettervorhersage im Blick behalten

Plant immer eine Indoor-Alternative ein. Bei Regen oder Hagel ist die schönste Aussichtsplattform nutzlos. Wir besprechen vorab eine Plan-A- und eine Plan-B-Location.

Du planst deine Hochzeit in Graubünden oder der Ostschweiz und überlegst, wie ihr den Tag am besten strukturiert? Sprich mit uns — wir geben gerne Erfahrungswerte weiter.

Beratung anfragen

Mein persönlicher Ablauf-Vorschlag

So sieht ein entspannter, fotografisch optimaler Hochzeitstag aus:

Bei diesem Ablauf seid ihr beim Apéro entspannt — die wichtigen Bilder sind bereits gemacht. Die Hochzeitsspiele eurer Freunde könnt ihr geniessen, ohne im Hinterkopf an noch ausstehende Shooting-Termine zu denken.

Wenn „nach der Trauung" besser passt

In einzelnen Fällen macht ein Shooting nach der Trauung trotzdem mehr Sinn:

Fazit

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Aber aus der Praxis weiss ich: 80 % der Brautpaare, die nach ihrer Hochzeit reflektieren, sagen, sie hätten sich mehr Zeit für das Paarshooting nehmen sollen — und dass „davor" der entspanntere Moment gewesen wäre.

Sprecht mit eurem Fotografen früh über den Ablauf. Macht euch Gedanken zur Location. Plant Zeit ein. Und vor allem: nehmt euch diesen kurzen Moment für euch beide — er ist eines der schönsten Geschenke, die ihr euch an eurem Hochzeitstag machen könnt.

Wir bei Mediasquad Switzerland begleiten Hochzeiten in Graubünden, St. Gallen und der ganzen Ostschweiz — sowohl mit der Fotobox als auch mit klassischer Hochzeitsfotografie über mediasquad.ch. Wenn ihr Fragen zum optimalen Ablauf habt — frag uns einfach.

Martin Pixner Mediasquad Switzerland · Seewis Dorf